Regenmengen - Null bei uns

Montag, Oktober 15, 2018

Kein Regen in Sicht

Der Regen, welcher für Mittwoch und Donnerstag berechnet wurde, ist in den Wettermodellen auch schonn wieder Geschichte. Wurden einst für beide Tage bis zu 10 l/m² berechnet, sind es jetzt wieder null. Bis Sonntag Abend sollen wieder Sonne und blauer Himmel dominieren.

Überschwemmungen in Europa

Während Luxemburg weiter unter der Dürre leidet, wird es in den kommenden Tagen in Europa immer wieder zu Überschwemmungen kommen. Hier fällt mal wieder der Mittelmeerraum auf. Spanien mit bis zu 400 l/m², Mallorca bis zu 150 l/m², Sizilien bis zu 110 l/m². Einfach viel zu viel Regen auf teils gesättigter Fläche.

Skandinavien - Vom Regen zu Schnee

Auch in den Skandinavischen Ländern wird es in den kommenden Tagen ordentlich regnen. Ab Mittwoch bewegt sich der Schnee immer mehr in Richtung Süden. 10 bis 30cm Neuschnee können so mal stellenweise zusammen kommen. Der Winter kommt langsam in Richtung Süden voran.

Bodenfeuchtigkeit - Teils knochenart

Samstag, Oktober 13, 2018

Monatelange Dürre

Nach einem sehr nassem Winter, ging es im Frühling direkt mit Hitze und trockenen Zeiten weider. Während Ende Mai bis Mitte Juni Unwetter unterwegs waren und teils hohe Regenmengen brachten, ging es danach total trocken weiter. Es regnete nur selten und insgesamt fehlt es an allen Ecken an Feuchtigkeit und Wasser. Bäche und Flüsse erreichen Rekordmindeststände und sind nicht mehr befahrbar. Talsperren verlieren massiv an Wasser und Stauseen bekamen größere Strände.
Schaut man sich die Bodenfeuchtigkeit an, sieht man dass es insgesamt deutlich an Wasser fehlt. Bis 30 Zentimeter Tiefe ist der Boden auf einem unbehandelten Feld komplett trocken. Auch bis 40 Zentimeter Tiefe ist der Boden nur leicht feucht. Man muss eigentlich bis auf 55 Zentimeter Tiefe graben um einen teils feuchten Boden zu finden.
Um einen gesättigten Boden zu erhalten, fehlen 250 bis 300 l/m² Regen. Also nicht gerade wenig. Diese sollten, wenn möglich, über den Winter herunterkommen. Damit hätte die Natur im Frühling direkt Reserven um gut ins neue Jahr zu starten.

 

Quelle : Deutscher Wetterdienst

Winterübersicht - Ist schon was zu erkennen?

Donnerstag, Oktober 11, 2018

Erste winterliche Phase schon vergessen

Bei den aktuellen warmen Temperaturen ist schon fast vergessen dass wir eigentlich schon eine erste winterliche Phase hatten. Vom 25.ten September bis 30.ten September war es vorallem Nachts schon gut kalt. Ein Minimum von -4,3 °C wurde schon registriert. Damit war es schon genau so kalt als im Winter 2012/13.

Gibt es Hoffnung?

Grundsätzlich brauchen wir in Luxemburg viel Unterstützung beim Winter. Höhenströmung, Wetterlage, Stratosphäre... Es muss vieles passen. Damit es grundsätzlich kälter wird, brauchen wir eine Änderung der Stratosphäre. Diese ist bislang im "Spätherbst" angekommen und hat eine Temperatur von -65 °C. Ab -70 °C spricht man vom Winter. Schaut man in die Wetterkarten, ist solch eine Temperatur erst ab dem 21.ten Oktober zu erwarten. Also es dauert noch etwas. Grundsätzlich dauert es dann 2 bis 3 Wochen bis die Abkühlung auch am Boden angekommen ist.

Geht es nach den Werten der Stratosphäre, dürfte es ab Mitte November zu einer Anpassung der Temperaturen bei uns kommen.

Änderung der Wetterlaage

Durch eine Änderung der Wetterlage ist auch früher ein Winteranfang/einbruch möglich. Das kann man aber so nicht wirklich vorhersagen. Dazu habe ich die Ensemble-Berechnungen genommen und mal graphisch in der Mitte geteilt.

Um den 19.ten Oktober ist eine Änderung zu rechnen. Aktuell bearbeiten Ex-Hurrikans die Atlantikblockade was ihnen wohl nach und nach gelingt. Dadurch ändert sich die Südwestströmung auf eine Nördliche Strömung. Im Bereich Regen wäre eine Nordwestströmung am besten. Für einen Winteranfang wäre eine Nordostströmung besser. Schaut man in die Berechnungen, ist dort eine zweigeteilte Meinung zu finden. Eigentlich kann man sagen dreigeteilt aber wir schauen ja auf den Winter. Die linke Hälfte zeigt deutlich kältere Temperaturen auf 1500m. Ein leichter Wintereinbruch mit Frost in der Nacht und einstellige Temperaturen im Tag wären dadurch möglich. Die rechte Hälfte würde nur eine schwache bis gar keine Änderung bringen.

Fazit

Eine grobe Änderung der Wetterlage ist bis auf Weiteres noch nicht zu erkennen. Auch wenn es eine gibt, ist nicht sicher ob es dann zu einem Wintereinbruch kommt. Wir brauchen auch Unterstützung aus der Stratosphäre. Eigentlich wie jedes Jahr.

El-Nino fast zurück

Dienstag, Oktober 09, 2018

Was ist das?

Beim El-Nino Phänomen handelt es sich um ein Strömungsproblem im Pazifik. Beim El-Nino erwärmt sich die Wassertemperatur des Pazifiks stark, was Einfluss auf die ganze Erde hat. Auch in Europa gibt es Änderungen bei Temperatur und Niederschlag.

Aktueller Stand

Mit dem ONI wird bestimmt ob wir uns aktuell in einem La Nina, Neutralen oder El Nino Zustand befinden. Der ONI hatte zwischen dem 1.ten Juli und 30.ten September einen Mittelwert von +0,1 °C. Damit wären wir um neutralen Bereich. In den letzten 2 Wochen gab es eine Wassertemperaturanomalie von +0,7 °C. Damit wären wir in einem El Nino Zustand. Nun muss sich diese Temperatur bis Anfang November bestätigen, dass auch NOAA offiziell den El-Nino Zustand anerkennt.

Auswirkungen?

Auswirkungen eines El-Nino Zustandes wird es auf der ganzen Welt geben. Dürre, Sturmfluten, stärkere Hurrikans, extreme Temperaturabweichungen.
Für Luxemburg hat man in der Vergangenheit folgendes bemerkt. Höhere Temperaturen im Winter und niedrigere Temperaturen im Frühling. Trockene Zeiten im Winter und massiver Regen im Frühling.

Wie sich die Situation nun entwickelt, kann noch niemand ahnen. Auch die Auswirkungen sind noch nicht zu erahnen. Ein überdurchschnittlicher Herbst und ein quasi Totalausfall des Winters sollte man in Betracht ziehen.

 

Hurrikan und Medicane auf den Wetterkarten

Sonntag, Oktober 07, 2018

Ein seltener Blick

Am Sonntag Morgen hatte man beim Blick auf die Wetterkarten ein seltenes Bild. Gleich zwei tropische Stürme wurden auf der Europa Karte angezeigt. Für kommenden Sonntag wurden 2 Szenarien angezeigt.
  • Westlich von Marokko wurde ein Hurrikan der Kategorie 1 angezeigt. 160 km/h Windspitzen, 400mm Regen und Wellen von bis zu 14m. Kurz vor Marokko soll der Hurrikan aber die Richtung ändern und zurück in Mitte Atlantik treiben.
  •  Im Mittelmeerraum wird wieder ein Medicane berechnet. Ein Hurrikan im Mittelmeerraum. Nichts ungewöhnliches. Windböen bis zu 120 km/h, 150 l/m² Regen und Wellen bis zu 4m.

    Ein Medicane im Mittelmeerraum ist nicht so ungewöhnlich. Auch ein Hurrikan kann mal in Richtung Europa kommen. Dass man aber zur gleicher Zeit, 2 Tropenstürme, fast auf gleicher Höhe auf einer Europa-Karte sieht, kommt sehr, sehr selten vor.



Sonnenstatistik 2018

Freitag, Oktober 05, 2018

Sonnenreicher Jahrgang 2018

Das Jahr 2018 könnte mancherorts nicht besser laufen. Januar und Dezember waren stellenweise noch ganz mau. Trotzdem gab es manche Ortschaften die überdurchschnittlich viel Sonne bekamen. Im Frühjahr änderte sich die Situation deutlich. Die Sonne kam öfters zum Vorschein und manches drehte sich in die richtige Richtung. Wieder gab es Ortschaften mit überdurchschnittlich viel Sonne. Nur im Osten und Süden des Landes war es etwas grauer als sonst.
Der Sommer war ganz ähnlich. Hier gab es immer wieder Tage, an denen es mal im Süden regnete und im Norden des Landes nicht. Daher gibt es auch eine Differenz zwischen den zwei Regionen. Im Herbst war es bislang auch oft sonnig. Hier merkt man aber schon wieder den Einfluss des Nebels. Während der Süden des Landes schonn vor der Hälfte des Herbstes sein Soll fast erreicht hat, gabs im Norden des Landes bislang weniger Sonne. Auch im Herbst werden wieder viele Ortschaften überdurchschnittlich viel Sonne erhalten.

Reuler(Réiler) am Jahressoll angekommen

2018 war bislang sehr sonnig. So sonnig dass Reuler am 04.ten Oktober den Jahressoll erreicht hat. 1719 Stunden Sonne sind normal bei uns im Land. Reuler hat am 4.ten Oktober Abends 1723 Stunden Sonne registriert. "Normalerweise" kommen nun noch 180 Sonnenstunden dabei. Kämen wir auf rund 1900 Sonnenstunden. Könnte ein Rekord für Reuler bedeuten, aber wohl kein neuer Landesrekord. Hier gibt es Werte von bis zu 2200 Sonnenstunden im Jahr.

 

 

Quellen : MeteoLux, ASTA

Inversionswetterlage

Mittwoch, Oktober 03, 2018

Schimpach - der kälteste Ort aus Luxemburg

Der Herbst beginnt und damit sinken auch wieder die Temperaturen. Wie jedes Jahr findet man den Ort Schimpach(letz. Schempech) ganz oben bei den kältesten Orten. In der Regel sind es jeden Winter um -18 °C. Zwar liegt dieser Ort im Norden des Landes, ist aber oft 3 bis 6 Grad kälter als umliegende Ortschaften.
Dies liegt an seiner besonderen Lage. Schimpach liegt im Tal einer Hügelkette an der Grenze zu Belgien. Schimpach selbst liegt auf 382m. Entlang des Flusses Wemperbaach gibt es ein Minimum vun 375m. Rund um Schimpach gibt es nur höhere Plätze. 500 Höhenmeter über N.N sind nicht selten. Durch genau diese Topographie kommt es zu speziellen Wetterlagen. Diese nennt man Inversionswetterlage

Inversionswetterlagen

Normalerweise ist es so, dass mit steigenden Höhenmeter die Temperatur sinkt. Im Flachland ist es meistens wärmer als an den Bergspitzen. In manchen Fällen ist dies aber nicht so. Kommt es zu einer Inversionswetterlage, dreht sich die Temperaturkurve um. Oft kommt es zu einer Bodeninversionswetterlage zwischen 500 und 700m über N.N. Unter dieser Grenze kühlt sich die Luft ab. Da kalte Luft schwerer ist als warme Luft, fällt diese in Richtung Boden. Die kalte Luft strömt einen Hang entlang, wo sie sich weiter abkühlt. Im Fall von Schimpach, strömt kalte Luft aus allen Richtungen ins Tal. Dort "sammeln" sich die kalten Luftmassen und kühlen sich weiter ab. Ein Kältesee entsteht. Deshalb ist hier auch noch spät im Mai Frost möglich und auch schon Ende August. Es gibt aufgrund der Topographie nur eine sehr kurze frostfreie Zeitspanne. Vorteile der Topographie gibt es aber im Sommer. Tropennächte sind quasi unmöglich. Es kühlt jede Nacht, trotz Temperatur von tagsüber 35 Grad, auf unter 15 Grad ab. Schweißtreibende Nächte gibt es dort nicht.
Solche Wetterlagen kommen aber nicht nur in Schimpach vor, sondern überall wo man Täler findet.

Oktober-Ist der Winter in Sicht?

Montag, Oktober 01, 2018

Ausblick auf erste Wintermöglichkeiten

Heute sind wir relativ frisch in den Oktober gestartet. Grund genug mal etwas in die Zukunft zu schauen. Vor 3 Jahren hatten wir ja am 7.ten Oktober im Norden des Landes eine dünne Schneedecke(Kaltlufttropfen). Insgesamt ist der Zeitraum um den 7.ten Oktober der frühst möglichste Zeitpunkt für Schnee bei uns im Land.

Ausblick zum Wochenende

Schauen wir uns mal die Wetterkarten bis Sonntag Abend durch. Anhand der Schneerisikoeinschätzung kann man sagen ob es zu Schnee kommt oder nicht. Ich habe ihnen mal eine Karte von Montag Nacht herausgepickt. Insgesamt ist über die gesamte Woche mit 0% Schneerisiko bei uns zu rechnen.
 

Ohne Schnee, aber trotzdem winterliche Abschnitte

In den kommenden Nächten wird es trotzdem zu winterlichen Abschnitten kommen. Durch Nässe kann es Nachts zu glatten Strassen kommen. Auch Reif ist möglich. So kann es Morgens mal zu weißen Wiesen, Dächer und Autos kommen.

Wir sind im Voll-Herbst angekommen!

Quellen : WXCHARTS

Winter

Samstag, September 29, 2018